Mögliche Ursachen und Lösungen für den Fall, dass Dateien nicht gesichert werden können, die Sonderzeichen oder Umlaute im Dateinamen enthalten:
Bei der Sicherung von Dateisystemen mit Dateien, die Sonderzeichen im Dateipfad enthalten (z.B. "/home/xy123456/präsentation.txt" oder "/home/xy123456/Vorträge/WS2008.pdf"), müssen folgende Punkte beachtet werden, damit sichergestellt ist, dass Backup und Restore fehlerfrei funktionieren:
Da der TSM-Client für Unix/Linux-Systeme aktuell kein Unicode unterstützt, müssen alle Dateipfade in ISO-8859-1 kodiert sein. Falls Dateipfade in UTF-8 kodiert sind, führt dies in der Regel zu einem Abbruch des kompletten Backup oder Restores.
Im Start-Skript des TSM-Schedulers und in jeder interaktiv gestarteten Backup- oder Restore-Session müssen folgende Umgebungsvariablen definiert werden:
LANG=en_US LC_CTYPE=en_US
Bei Verwendung von Samba muss die Codepage 850 verwendet werden. Folgende Einträge müssen dazu im globalen Abschnitt der Samba-Konfigurationsdatei (smb.conf) gesetzt werden:
display charset = ISO8859-1 unix charset = ISO8859-1 dos charset= CP850
Bei älternen Samba-Versionen (vor Version 3) müssen folgende Einträge in der smb.conf verwendet werden:
character set = iso8859-1 client code page = 850 valid chars = \344:\304 \366:\326 \374:\334 \337
Hinweis: Für das nächste TSM-Release (Version 6) ist die Unicode-Unterstützung für den Unix/Linux-Client angekündigt.
Kann ich mit dem TSM-Client auch meinen Exchange-Server oder meine mySQL-Datenbank sichern?
Prinzipiell kann mit dem TSM-Client auch einen Exchange-Server oder eine Datenbank gesichert werden. Allerdings reicht es dazu nicht aus, das entsprechende Dateisystem, bzw. das entsprechende Laufwerk auf dem sich der Exchange-Server oder die Datenbank befindet, mit in die Sicherung einzubeziehen. Die relevanten Dateien befinden sich in der Regel im Zugriff, so dass die Sicherung dieser "offenen Dateien" fehlschlägt. Deshalb muß vor der Sicherung der Exchange-Server bzw. die Datenbank in einen konsistenten Zustand versetzt werden. Dazu gibt es verschiedene Lösungsansätze, die jeweils abhängig vom zu sichernden Produkt sind. Vom Exchange-Server kann beispielsweise mittels ntbackup vor dem Backup mit dem TSM-Client eine konsistente Kopie erzeugt werden, die ins Dateisystem geschrieben wird. Diese Kopie kann anschließend problemlos mit dem TSM-Client gesichert werden. Im Falle eines Datenverlustes kann diese Kopie mit dem TSM-Client restauriert und anschließend mittels ntbackup der Exchange-Server wiederhergestellt werden. Eine weitere Möglichkeit wäre, den Exchange-Server oder die Datenbank vor dem TSM-Backup herunterzufahren und dadurch einen konsistenten Zustand zu erreichen. Es ist möglich, diese Sicherungsmethoden vollständig zu automatisieren und mit dem TSM-Backup geeignet zu koordinieren. Bitte sprechen Sie uns an.
Ist es sinnvoll auch das Betriebsystem mit TSM zu sichern?
Die Sicherung des Betriebsystems ist nicht sinnvoll. Um Daten aus dem Backupserver restaurieren zu können, wird ein Rechner mit einem lauffähigen TSM-Client benötigt. Daher kann die Restauration des Betriebsystems nicht über den TSM-Client erfolgen, so dass derartige Sicherungen unnötig Ressourcen belegen. Sinnvoll ist die Erarbeitung eines Konzepts, um das Betriebsystem im Falle eines Datenverlustes schnell wiederherstellen zu können (z.B. mittels Images). Die Sicherung der Nutzdaten (Benutzerdaten, Projektdaten, ...) sollte über TSM erfolgen, so dass nach der Wiederherstellung des Betriebsystems die Restauration dieser Daten aus dem Backupsystem erfolgen kann.
Gibt es bei den Backup-Dateien eine Versionierung?
JA, TSM versioniert, allerdings in der Form: aktive Kopie (entspricht dem Dateizustand beim Backup) und inaktive Versionen (jeweilige Stände vorm letzten Backup)
Können Backup-Dateien auf einen anderen PC zurückgespielt werden?
Ja, Sie müssen dazu die Option VIRTUALNODENAME benutzen. Aber Achtung: bei Benutzung der Verschlüsselung müssen Sie neben die Node-Kennwort auch die Verschlüsselungsphrase kennen. Eine Sicherung über die Grenze von Betriebssystemfamilien hinweg (Windows <=> UNIX) geht nicht.
Der TSM-Client zeigt einige Dateien nicht an, die ich restaurieren möchte. Sind diese nicht gesichert worden?
Standardmäßig zeigt der TSM-Client nur aktive Dateiversionen an. Sollen inaktive Dateiversionen restauriert werden (z.B. ältere Dateiversionen oder bereits gelöschte Dateien), muss die Sicht umgeschaltet werden. Im Menüpunkt View den Punkt Display active/inactive files auswählen.
Quelle: RZ der RWTH Aachen
FRAGEN:
Können Archive nach einer vorgegebenen Zeit automatisch gelöscht werden
Indirekt, Sie können dies verskripten, ein automatischer Verfall ist nicht konfiguriert
Gibt es in der Clientsoftware die Funktion, dass gelöschte Dateien auf dem Client auch im Backup gelöscht werden
Im Prinzip ja (ist aber normalerweise abgeschaltet), praktisch verfallen gelöschte Dateien aber sowieso nach 60 Tagen
Gibt es eine Demo Version der Clientsoftware um die Funktionen zu sehen
Nein
Für welche Microsoft Betriebssysteme steht die Clientsoftware zur Verfügung
siehe FAQ 10001045